Invasive Therapie
- Ballondilatation (Gefäßaufweitung), einschl. Stenting (Einbringen einer Gefäßstütze), besonders der Herzkranzarterien, der Halsarterien und Nierenarterien – Verwendung von medikamentenbeschichteten Stents bei entsprechender Indikation
- Transkatheter-Aortenklappenimplantation (TAVI)
- kathetergestützter Verschluss von Vorhofseptumdefekten und offenen Foramen ovale
- Behandlung der hypertrophen obstruktiven Kardiomyopathie mittels kathetergestützter Verödung von Muskelwülsten
- Schrittmachertherapie, insbesondere Implantation von automatischen Defibrillatoren und Dreikammerschrittmachern (biventrikuläre Stimulation bei fortgeschrittener Herzmuskelschwäche)
- 24-Stunden-Rufbereitschaft (in Kooperation mit dem Carl-Thiem-Klinikum Cottbus) zur Behandlung des akuten Herzinfarktes (akutes Koronarsyndrom)
Wird bei der Katheteruntersuchung des Herzens eine Engstelle an einem Herzkranzgefäß festgestellt, kann diese in aller Regel in der gleichen Prozedur aufgeweitet werden. Dazu wird ein Ballonkatheter durch einen Herzkatheter bis an die enge Stelle vorgeschoben und dann aufgedehnt. Der Ballon wird mit einem verdünnten Kontrastmittel, meist mehrmals, über einige Sekunden aufgedehnt. Da in vielen Fällen das erweiterte Gefäß sich wieder verschließen kann, wird in aller Regel eine Gefäßstütze (Stent) eingebracht. Ein Stent ist eine kleine aufdehnbare metallische Hülse (meist aus einem Drahtgeflecht), die unter Röntgenkontrolle an der richtigen Stelle platziert wird. Durch Aufblähen des Ballonkatheters wird der Stent entfaltet und verbleibt im Gefäß, während der entleerte Ballonkatheter zurückgezogen werden kann. Hinsichtlich der Risiken ist festzustellen, dass auch hier eine Abwägung zwischen dem möglichen Gewinn und dem Risiko erfolgen muss. Der Patient wird vor der Untersuchung über diese möglichen Risiken intensiv aufgeklärt und muss seine schriftliche Einwilligung zu dieser Prozedur geben.



